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Jugend Musiziert 2021 in Kairo

Aktualisiert: Jan 30

Eigentlich sollte ich gerade in der Jury für „Jugend Musiziert“ sitzen, entweder für Kairo-Ost oder für Kairo-West. Denn heute, am Freitag, den 29. Januar 2021 findet an den deutschen Auslandsschulen in Kairo der Regionalwettbewerb für Jugend Musiziert statt. Der diesjährige Wettbewerb kann Corona bedingt nur unter erschwerten Voraussetzungen stattfinden. Dennoch ist es möglich, den rund 20 Kindern und Jugendlichen das Vorspiel im Regionalwettbewerb zu ermöglichen. Mit meiner Juryteilnahme hat es sich anders ergeben, so dass anstatt einer Kolumne aus der Jugend-Musiziert-Jury heraus eine kleine Reportage zum Thema entstanden ist.


„Jugend Musiziert“ (JuMu) findet in Deutschland seit dem Jahr 1964 statt.


Neben allen 16 Bundesländern sind die internationalen Regionen „Nord-/Osteuropa“, „Spanien/Portugal“ sowie „Östlicher Mittelmeerraum“ vertreten. Die Wettbewerbe werden von deutschen Musikschulen oder deutschen Auslandsschulen organisiert. Unterstützt wird „Jugend Musiziert“ durch den Bund und private Förderer. Auf der Internetseite von „Jugend Musiziert“ www.jugend-musiziert.org ist zu lesen, dass der Wettbewerb „einer der gesamtstaatlich geförderten Schüler- und Jugendwettbewerbe (ist). Er ist im Kinder- und Jugendplan der Bundesregierung verankert und von der Kultusministerkonferenz anerkannt. Damit gehört „Jugend Musiziert" zu den Einrichtungen, für die die Länder und der Bund am 14.9.1984 eine gemeinsame Erklärung zur Förderung bundesweiter Wettbewerbe im Bildungswesen abgegeben haben. Bund, Länder, Gebietskörperschaften, Kommunen und Fachverbände laden gemeinschaftlich zur Teilnahme ein.“

(c) JuMu | JuMu-Bundeswettbewerb-Preisträger erhalten seit 1994 zusätzlich zur Urkunde eine Kunstedition.

Kinder und Jugendliche, die in Deutschland wohnen oder eine deutsche Auslandsschule besuchen, können bis zu einem Alter von 21 Jahren teilnehmen und treten in entsprechenden Altersgruppen an. Allerdings dürfen sie noch keine musikalische Berufsausbildung begonnen haben. Für jedes Jahr werden vom JuMu-Beirat mit Mitgliedern aus Musikschulen, Medien und der Musikwirtschaft wechselnde Wettbewerbskategorien für die Ausschreibung definiert, sowohl für Soloinstrumente mit und ohne Begleitung und für Ensembles. Im Laufe der Jahre sind immer wieder neue Kategorien hinzugekommen. So sind Musical und Popgesang bei den Jugendlichen besonders beliebt. Erstmalig in diesem Jahr findet das sogenannte JuMu-Open statt. Eigenen Kompositionen, moderner Musik lebender Komponisten, Kreativem und Innovativem soll dadurch ein Raum auch bei „Jugend Musiziert“ gegeben werden, so der Gedanke von Professor Ulrich Rademacher als JuMu-Vorsitzender.


Der Anmeldeschluss ist jährlich am 15. November.


Trotz Corona verzeichnet Deutschland die Anmeldung von 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, insgesamt haben in allen Jahren über eine Million Kinder und Jugendliche teilgenommen. Nachdem der Bundeswettbewerb im Jahr 2020 ausfallen musste, ist der 58. Bundeswettbewerb in 2021 bereits in Planung, trotz erschwerten Bedingungen und aktuellem Lockdown. Die Jugend-Musiziert-Verantwortlichen begründen dieses wie folgt:

„Den Verantwortlichen für den Bundeswettbewerb 2021, der ja vom 20 bis 27. Mai in der Hansestadt Bremen und Bremerhaven stattfinden soll, ist bewusst, unter welchem Druck Musikpädagog*innen derzeit bei der Vorbereitung ihrer Schüler*innen stehen. Die Verschiebung der landesweiten Wettbewerbe in den März sollen allen Akteur*innen wertvolle zusätzliche Zeit für die Vorbereitung verschaffen. Denn gemeinsames Üben ist angesichts der sehr eingeschränkten Möglichkeiten für Präsenzunterricht – besonders für Ensembles – aktuell nur schwierig zu organisieren, weil Musikschulen geschlossen sind und Menschen verschiedener Haushalte sich nicht treffen dürfen. Es sind die Erfahrungen und das Know-How vieler pragmatisch denkender Menschen, die dennoch einen Wettbewerb „Jugend Musiziert 2021“ möglich machen wollen, den es in dieser Form noch nie gegeben hat. Ihre Zuversicht, ihre Entschlossenheit beziehen sie aus dem Wissen um all die Kinder und Jugendlichen und ihre Lehrkräfte, für die der Wettbewerb „Jugend Musiziert" ein fester Termin im Jahresverlauf ist und ein Ziel, auf das sie hinarbeiten. Auch, wenn diese Vorbereitung derzeit durch den Lockdown extrem erschwert wird.“

Wie wichtig „Jugend Musiziert“ als Motivation und Ziel für junge Menschen sein kann, bestätigen auch Farida Abdelhady und Farida Tamer, ehemalige Schülerinnen der ESK (Europaschule Kairo) und der DSB (Deutsche Schule der Boromäerinnen) in Kairo.


Farida Abdelhady studiert heute Klavier an der Folkwang-Schule in Essen.


Doch ihr Weg dorthin war nicht einfach. Sie erzählt, dass sie in Kairo zunächst Klavierunterricht hatte bei einem Klavierlehrer, der den Unterricht auch nur quasi hobbymäßig gemacht hätte. Als sie es dennoch in die zweite Runde zum Landeswettbewerb geschafft hatte und Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus anderen Ländern treffen konnte, beispielsweise aus der Türkei und aus Italien, da wurden ihr die Augen geöffnet. Sie erlebte Musik plötzlich auf einem ganz anderen Niveau, als sie es aus Kairo gewohnt war, berichtet sie. Zurück in Kairo hatte sie sich eine neue Klavierlehrerin gesucht, mit der sie anfing, an ihrer Technik und an der Musik zu arbeiten. „Jugend Musiziert“ war alljährlich nicht nur Highlight, sondern auch Motivation. Sie hat es dann auch bis zum Bundeswettbewerb in Deutschland geschafft. Zwar war ihr bewusst, dass „Jugend Musiziert“ ein Wettbewerb sei, die Atmosphäre sei jedoch eher unterstützend als giftig gewesen. Auch nach ihrer Teilnahme an JuMu hätte sie von den ehemaligen Juroren weiterhin Unterstützung erfahren, beispielsweise hätte man ihr weiterführende Workshops empfohlen. Trotz ihrer Erfolge bei „Jugend Musiziert“ musste Farida Rückschläge hinnehmen. Durch vier Aufnahmeprüfungen für ein Musikstudium sei sie gefallen, erzählt sie. Sie entschied sich daraufhin, nach Deutschland zu ziehen, Musikwissenschaft zu studieren und Unterricht zu nehmen, der sie für die Aufnahmeprüfung für ihr Musikstudium qualifizieren sollte. Dass sie heute Klavier in Deutschland studieren kann, ist ihrer Zielstrebigkeit, ihrem Fleiß und ihrem Ehrgeiz zuzuschreiben. „Jugend Musiziert“ hat sie jedoch wesentlich auf ihrem Weg dorthin begleitet.


Kairo, unterteilt in West und Ost, gehört neben Alexandria, Athen, Israel/Palästina, Istanbul, Mailand, Rom und Thessaloniki zur internationalen Region „Östlicher Mittelmeerraum“ mit Lorenzo Rüdiger (Rom) als Vorsitzenden. Meine ehemalige Kollegin, Birgit Härling-Schwarz, erinnert sich, dass es „Jugend Musiziert“ in dieser Region seit 1987 gibt, im nächsten Jahr stünde das 35-jährige Jubiläum an. Genua sei im Laufe der Jahre irgendwann ausgestiegen, erzählt sie, Talita Kumi und Jerusalem seien dazu gekommen. An den deutschen Auslandsschulen sei die Aufgabe hinsichtlich Jugend Musiziert eine ganz andere, als in Deutschland. Als Schulmusiker habe man in Deutschland mit JuMu so gut wie nichts zu tun, außer eventuell Talente aufzuspüren, die Umsetzung von JuMu in Deutschland läge in der Hand der Musikschulen.


Eine Jugend-Musiziert-Schule im Ausland steht finanziell und organisatorisch in der Pflicht.


In Kairo sind das in Kairo-Ost die Europaschule (ESK) und die Deutsche Schule der Boromäerinnen (DSB), in Kairo-West die Deutsche Evangelische Oberschule (DEO). Schülerinnen und Schüler der Beverly-Hills-Schule dürfen als Gäste am Regionalwettbewerb der DEO teilnehmen, jedoch sind weder die Beverly-Hills-Schule noch die Rahn-Schulen in Kairo offizielle Jugend-Musiziert-Schulen. Die Herausforderung für die den Regionalwettbewerb ausrichtende Schule geht weit über die organisatorischen Aufgaben hinaus, insbesondere in Ägypten. Birgit beschreibt „… Auf jeden Fall in Ägypten hat man die Diskrepanz zwischen oft unzureichenden Instrumentallehrern und begabten und motivierten Schülern auszugleichen. Das heißt, man muss Aufgaben des Instrumentallehrers übernehmen, also Stücke, die zum Schüler und zur Ausschreibung passen, auswählen, das Üben begleiten, Ensembles zusammenstellen und proben. Ganz wichtig: Man muss die Schüler motivieren, ihnen aber auch deutlich machen, wie hoch die Messlatte liegen kann.

Mitwirkende aus Ägypten beim Ausflug im Rahmen des Landeswettbewerbs in Athen.

Dazu gehört auch, dem einen oder anderen zu sagen, wann etwas nicht präsentabel ist. Die Lehrkraft muss wissen, wo es hingeht. Also nicht - Hauptsache wir machen was, egal was. Und das ist somit viel mehr Verantwortung, als lediglich eine Veranstaltung zur Außenwirkung einer deutschen Auslandsschule.“ Wenn sich die Mühe dann auszahlt und die jungen Musikerinnen und Musiker die nächste Runde, den Landeswettbewerb, oder gar das Finale im Bundeswettbewerb in Deutschland erreichen, dann bleiben auch für die Schulen und Lehrkräfte positive Momente in Erinnerung. Birgit beispielsweise schwärmt: „So habe ich in besonderer Erinnerung die Brüder Nour und Abu Bakr Shawky, die im Duo an zwei Klavieren bis zum Bundeswettbewerb gekommen sind. Abu Bakr (übrigens der Regisseur von dem Film „Yomeddine“) war im gleichen Wettbewerb in Klavier Solo Bundespreisträger und Nour als Liedbegleiter. Ich durfte die Beiden 1999 zum Bundeswettbewerb nach Köln begleiten“. Noch heute hält Birgit Kontakt zu den Brüdern und hat Nour im letzten Sommer in Deutschland getroffen.

Der Landeswettbewerb im Ausland ist interkulturelle Begegnung.


Jürgen Schober und Farida Tamer beim Landeswettbewerb an der DEO 2016

Während Landeswettbewerb in Deutschland lediglich „die nächste Runde“ bedeutet, so bringen die internationalen Regionen auch interkulturelle Begegnungen mit sich. Spannend sowohl für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, als auch für die begleitenden Lehrkräfte. Die DEO hat im Jahr 2000 und im Jahr 2016 für die Region „Östlicher Mittelmeerraum“ den Landeswettbewerb ausgerichtet. Von dem Spirit, der im Jahr 2000 zum Landeswettbewerb an der DEO herrschte, ist Birgit bis heute begeistert: „Grundsätzlich war JuMu eine Herzensangelegenheit der ganzen Schule. Viele Kollegen haben sich engagiert (zum Flughafen fahren, Gastfamilien, Fahrdienst, Freizeit organisieren u.a.). Bei der Eröffnungsfeier und dem Abschluss waren alle Kollegen da, es war ein ganz anderer Geist an der DEO“. Dass das Thema Musik und auch „Jugend Musiziert“ im Laufe der folgenden Jahre an Bedeutung verloren hat, ist bis heute deutlich zu spüren. Neuntklässler Omar, im Jahr 2019 erfolgreicher Bundespreisträger im Popgesang, erzählt mir, dass er oft von Gleichaltrigen gefragt würde, warum er denn sänge. Das würde oft als uncool angesehen, beispielsweise im Vergleich zu Sport, der im Land einen wesentlich höheren Stellenwert erfährt. Bildungspolitische und gesellschaftliche Entwicklung der letzten zwanzig Jahre zu betrachten und in Relation zu Kunst/Kultur und Sport zu stellen, wäre sicherlich ein ausführliches und spannendes Thema. In meinem ersten Jahr an der DEO fand der Landeswettbewerb dort statt unter der organisatorischen Leitung von Benno Grupp und Jürgen Schober. Ich konnte mich noch einbringen als Jurymitglied und Organisatorin des Ausflugs der 100 Gäste an die Pyramiden. Ausserdem erinnere ich mich neben allen Konzerten gerne an den Workshop mit Fathy Salama. Ein Landeswettbewerb besteht immer aus einem Eröffnungskonzert, den die gastgebende Schule gestaltet. Es folgen Tage der Wertungsspiele mit Juryarbeit und Beratung der Teilnehmenden, die darauffolgenden Tage geben Raum für diverse Workshops und einen Abschlusstag mit Ausflug und Preisverleihung. Krönender Abschluss ist jeweils das Preisträgerkonzert am letzten Abend. Im Landeswettbewerb in Athen in 2019, als ich als Musiklehrerin mit in der Jury war und Sarah, Farida und Omar auf diversen Bühnen stehen sah, da ging mir das Herz auf. Alle hatten ihre ersten musikalischen Gehversuche mit mir in diversen Konzerten in der Schule unternommen, mit Soloparts im Weihnachtsmusical, im Noah-Musical oder im Sommerkonzert mit Songs aus „Die Kinder des Monsieur Mathieu“. Die Schülerinnen und Schüler bekommen ein anderes Gesicht, wenn man sie in Konzerten, hinter der Bühne, auf Ausflügen und bei Preisverleihungen erleben darf. Ein besonderer Bonus für Musiklehrerinnen und -lehrer.


Musiklehrer sind manchmal Talent-Scouts.


Farida Tamer beim JuMu-Bundeswettbewerb 2019.

Auch Farida Tamer wurde an der DSB durch ihren damaligen Musiklehrer, Dirk Boysen, ermutigt, sich bei „Jugend Musiziert“ zu beteiligen. Farida erzählt ausführlich von ihren vielen und vor allem auch erfolgreichen Erlebnissen bei und mit „Jugend Musiziert“, die ihre nun beginnende Karriere als Sängerin mit gestaltet haben. Sie war 16, als sie 2016 das erste Mal teilgenommen hat. Sie war von ihrem ersten Jahr ein klein wenig enttäuscht. Zum einen hat sie, wie sie heute schmunzelnd erzählt, „nur“ einen zweiten Preis beim Landeswettbewerb erzielt. Außerdem sei der Landeswettbewerb dann in Kairo gewesen, und sie wäre viel lieber auch nach Rom oder in die Türkei geflogen. Seit 2016 hat sie jedes Jahr den Landeswettbewerb in verschiedenen Kategorien mit Gesang erreicht, Highlight war dann das Jahr 2019. Im Bundeswettbewerb in Halle/Saale wurde sie Bundespreisträgerin eines ersten Platzes in der Kategorie „Klassik Ensemble“ mit 25 von 25 Punkten. Auch in diesem Jahr ist Farida wieder mit dabei und wartet heute gespannt auf ihre Wertung


Bevor sie bei „Jugend Musiziert“ mitgemacht hatte, kannte sie nichts von klassischer Musik, erzählt Farida. Sie hatte lediglich an Schulwettbewerben teilgenommen. „Jugend Musiziert“ half ihr, sie selbst zu werden und sich selbst musikalisch zu finden, gibt sie offen zu. Sie wurde motiviert, sich eine Gesangslehrerin zu suchen. Inzwischen ist sie Ensemble-Mitglied bei „Fabrica“ unter Leitung der bekannten Opernsängern Neveen Allouba, von der Farida unter anderem unterrichtet wurde. Farida blickt heute, unter anderem mit „Fabrica“, bereits auf über 200 nationale und internationale Konzerte zurück, beispielsweise auf dem „Internationalen Filmfestival El Gouna“ und in der Oper in Kairo. Neben der Klassik hat sie inzwischen auch den Jazz für sich entdeckt und erste Konzerte in Kairo gegeben. Für junge Leute birgt ihr Erfahrungsschatz aus „Jugend Musiziert“ einige Tipps: Jährlich an „Jugend Musiziert“ teilzunehmen, sei eine enorme Motivation für das eigene Üben und die Vorbereitung, denn es gäbe ein Ziel, auf das man hin arbeite. Wichtig wäre, sich nicht entmutigen zu lassen. Die Beratung der Jurymitglieder nach den Wertungsspielen seien wichtige Hinweise und Übetipps. Auch sie habe die Wettbewerbe niemals als besonders konkurrierend, sondern eher als fördernden Austausch und Motivation erlebt. Zudem rate sie Jedem, sich auf die Musik unterschiedlicher Kulturen einzulassen, miteinander zu musizieren und voneinander zu lernen und natürlich möglichst viele Freundschaften zu schließen.


Am 29.01.2021 finden die Regionalwettbewerbe in Kairo unter Coronabedingungen statt.


Farida wartet heute gemeinsam mit allen weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Regionalwettbewerbe in Kairo Ost und West auf ihre Wertung. Der letzte Regionalwettbewerb in Kairo konnte Anfang 2020 stattfinden, ebenso wie das Preisträgerkonzert aller deutschen Schulen in Kairo, organisiert von der Musikfachschaft der DEO unter Leitung von Birgit Härling-Schwarz. Danach war erstmal Schluss mit Musik, denn es kam Corona. Der Landes- und Bundeswettbewerb 2020 konnte nicht stattfinden.

In diesem Jahr finden in Kairo die Wettbewerbe online statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben ihre Beiträge zuvor per Video aufgezeichnet und per USB-Stick oder online über YouTube/Vimeo eingereicht. Heute sitzen die Musiklehrerinnen und Musiklehrer der jeweiligen Schulen online oder unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften zusammen und bewerten als Jury die Beiträge, die sie gemeinsam ansehen. Die Juryrichtlinien sind die gleichen geblieben, wurden aber um Richtlinien bei Durchführung von Online-Wertungen ergänzt. Bewertet wird mit einem Punktesystem, von teilgenommen über den dritten, zweiten und ersten Preis bis hin zu einem ersten Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb.

(c) JuMu Internetseite Juryrichtlinien

Lorenzo Rüdiger, Landesvorsitzender der Region Östlicher Mittelmeerraum, betonte, dass man wohlwollend bewerten wolle unter Coronabedingungen. Das gemeinsame Üben sei erschwert und über Dinge, die man in zwei Monaten bis zum Landeswettbewerb beheben könne, dürfe man im Regionalwettbewerb ein wenig hinweg sehen. So sehen die offiziellen Richtlinien beispielsweise vor, dass eine Toleranzgrenze von 20% gewährt wird bezüglich zu präsentierender Spielzeit. Wenn regulär in der Altersgruppe und Kategorie 15 Minuten Spielzeit Pflicht seien, so sind in diesem Jahr 12 Minuten auch ok. 3 Minuten ist vor allem bei den Jüngeren oft ein ganzes Musikstück oder ein Satz aus einer Sonate oder Konzert. Die deutsche Schule in Rom hatte ihren Regionalwettbewerb bereits am 20. Januar. Auch anders als in den Jahren zuvor, aber präsent. Die Mitwirkenden durften live vorspielen, jedoch war kein Publikum anwesend. Der Landeswettbewerb wird - wie eigentlich schon für das letzte Jahr geplant - in diesem Jahr von der deutschen Schule in Rom ausgerichtet. Der Termin ist der 18. bis 24. März. Wie immer der Wettbewerb dann auch aussehen wird - für den heutigen Regionalwettbewerb wünsche ich viel Erfolg und drücke die Daumen, dass ich möglichst viele Nachrichten erhalte „Hurra, weitergeleitet zum Landeswettbewerb“.

© 2020 - 2021 Monika Bremer